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Abschied von Google My Business Websites: Was jetzt?

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Google schaltet Website ab

Wenn du eine Website über dein Google-Unternehmensprofil bzw. Google Business Account betreibst, könnte dich der nächste Google-Knaller aus den Socken heben. Das Unternehmen hat nämlich bekannt gegeben, seine kostenfreien Unternehmensprofil-Websites mit der Endung „.business.site“ oder „.negocio.site“ im März 2024 abzuschalten. Bis zum 10. Juni werden die URLs noch auf die Unternehmensprofile umgeleitet, danach werden sie zu einer Fehlermeldung führen.

Google schaltet die Websites ab
Google schaltet die Websites ab

Vorteile der Nutzung einer Google Business Website

Google Website hat in der Vergangenheit vor allem für Kleinunternehmer drei gute Gründe geliefert, um schnell, kostenlos und einfach eine ansprechende Website zu erstellen – ein Feature übrigens, von dem auch viele Selbstständige Gebrauch gemacht haben:

Design

Eines der Hauptmerkmale ist natürlich das schlichte Design, das durch eine Vielzahl von Templates punktet. Diese Vorlagen sind professionell gestaltet und auf verschiedene Branchen zugeschnitten, sodass Nutzer einfach durch Auswahl und Anpassung eine ansprechende Webseite erstellen können.

Hosting

Daneben übernimmt Google das Hosting der Website. Das bedeutet, dass keine zusätzlichen Kosten für Webhosting-Services anfallen und Google die Website auf den leistungsstarken Servern aus eigenem Hause betreibt.

Bedienbarkeit

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Bedienbarkeit. Auch ohne technische Kenntnisse oder Erfahrungen im Webdesign können Nutzer mit nur wenigen Klicks ihre Webseite einrichten und verwalten.
Diese Kombination aus einfachem Design, kostenfreiem Hosting und nutzerfreundlicher Bedienung macht Google Website zu einer attraktiven Option für Unternehmen, die ihre Online-Präsenz schnell und unkompliziert etablieren möchten.

Ruhe bewahren: Dein Google Business Profil ist sicher

Hier besteht kein Grund zur Panik. Zum Glück ist ein altes Missverständnis, dass ein Google-Unternehmensprofil und Google-Website dasselbe Tool sind. In Wirklichkeit sind sie zwei verschieden Paar Schuhe und Google-Unternehmensprofil bleibt von der Abschaltung der Google Website unberührt.
Google gibt übrigens keinen Anlass zur Sorge, dass der Dienst des Google Business Profils eingestellt wird. Das Tool ist für die lokale Auffindbarkeit von Unternehmen zu bedeutsam, und Google würde seinem eigenen Selbstverständnis großen Schaden anrichten, wenn dieses Tool ebenfalls auf dem Friedhof landen würde.

Nirvana von Google Tools: Killed by Google
Nirvana von Google Tools: Killed by Google

Was bedeutet die Abschaltung für Websitebesitzer?

Wenn deine Google Website jetzt auf dem Weg in die Google-Nirvana ist, dein Unternehmen aber auf eine Website angewiesen ist, weil du deine Kunden über deine Produkte und Dienstleistungen regelmäßig auf dem Laufenden halten möchtest, dann möchte ich dir einige Alternativen aufzeigen:

1. Baukastensysteme mit DIY nutzen

Es gibt mehrere Drag-and-Drop-Website-Baukästen, die dir helfen können, schnell und einfach im DIY-Verfahren eine neue Website zu erstellen. Zu den beliebtesten Anbietern gehören:

  • WIX
  • IONOS
  • STRATO
  • JIMDO
  • webador
  • Squarespace
  • Webnode
  • GoDaddy

Diese Baukästen sind total easy, benutzerfreundlich und bieten diverse Designvorlagen, mit denen du deinen Online-Auftritt individuell gestalten kannst.

Die Baukastensystemen für Webseites bieten dir einige Vorteile:
  • Einfache Bedienung: Die Benutzeroberfläche dieser Systeme ist in der Regel intuitiv, sodass du auch ohne Vorkenntnisse im Webdesign problemlos deine eigene Website erstellen kannst.
  • Vielfalt an Designvorlagen: Mit einer breiten Palette an professionellen Vorlagen, die speziell für verschiedene Branchen entwickelt sind, kannst du leicht eine optisch ansprechende Website erstellen, die zu deinem Unternehmen passt.
  • Keine notwendige Programmierkenntnis: Du musst nicht programmieren können, um eine Website mit einem Baukastensystem zu erstellen. Diese Systeme verwenden ein Drag-and-Drop-System, mit denen du Inhalte bzw. Inhaltsblöcke einfach verschieben kannst.
  • Kosteneffizienz: Viele dieser Systeme bieten kostenlose Basispakete an, und selbst die kostenpflichtigen Abonnements sind im Vergleich zu den Kosten für die Entwicklung einer individuellen Website oft wesentlich günstiger.
  • Schnelle Einrichtung: Du kannst innerhalb weniger Stunden online sein, da die einzelnen Schritte bei der Website-Erstellung mit diesen Systemen kurz und schnell sind.
  • Eingebaute SEO-Funktionen: Viele Baukastensysteme beinhalten SEO-Tools, die dir helfen, deine Website für Suchmaschinen zu optimieren und so die Sichtbarkeit deines Unternehmens zu erhöhen.
  • Zuverlässiges Hosting: In der Regel bieten diese Systeme auch das Hosting an, sodass du dir keine Gedanken über die Auswahl eines Webhosting-Dienstes machen musst.

2. Auf ein CMS-System umsteigen

Eine eigene Website zu haben, bedeutet Kontrolle über die Inhalte habe. Mit den kommenden Änderungen von Google könnte für dich perfekte Zeitpunkt sein, über eine neue Webpräsenz nachzudenken, um deine Online-Sichtbarkeit erstens sicherzustellen und zweitens deutlich zu verbessern.
Eine Möglichkeit hier ist, ein Content Management System (CMS) wie WordPress, Joomla oder Drupal zu verwenden. Diese Plattformen bieten mehr Flexibilität und erweiterte Funktionen, erfordern aber auch weitaus mehr technisches Know-how als Baukastensysteme.

Mit diesen Vorteilen lassen die CMS Systeme ihre Muskeln spielen:
  • Flexibilität in der Gestaltung: Mit CMS kannst du nahezu jedes Design umzusetzen, was deiner Website ein Aussehen nach deinem Wunsche bzw. nach deiner Corporate Identity verleiht.
  • Erweiterbarkeit: Durch eine Vielzahl von Plugins und Erweiterungen kannst du – ohne umfangreiche Programmierkenntnisse – viele Funktionen einfach hinzufügen.
  • Große Community: CMS wie WordPress haben eine riesige Nutzerbasis und Community, die ständig Anleitungen, Plugins, Themes und Support bietet.
  • SEO-Optimierung: Viele CMS bieten bereits integrierte SEO-Tools oder erlauben die Installation spezialisierter SEO-Plugins, um die Sichtbarkeit deiner Website in Suchmaschinen zu verbessern.
  • Kostenloses Grundsystem: Die meisten CMS sind in ihrer Basisversion kostenfrei und bieten damit eine kostengünstige Lösung für den Start deiner professionellen Webseite.
  • Content-Management: Die Content-Verwaltung ist schnell zu erlernen und intuitiv, was das Einstellen und Aktualisieren von Inhalten auch für Nicht-Techniker leicht macht.
  • Sicherheit: Regelmäßige Updates seitens der Entwicklergemeinschaft sorgen für einen hohen Standard an Sicherheit.
  • Smartphone-Optimierung: Die meisten der angebotenen Themes und Templates sind responsiv, also für Smartphones optimiert, wodurch eine breite Erreichbarkeit sichergestellt wird.

3. Google My Business Profil bei einem Kaffee optimieren

Eine Optimierung deines Google My Business Profils dauert nicht lange, die schaffst du sogar bei einem Kaffee. Sie ist tatsächlich eine sehr gute Alternative, die Online-Sichtbarkeit deines Unternehmens zu steigern und potenzielle Kunden zu erreichen.

Google My Business Profil optimieren
Google My Business Profil optimierst du bei einem Kaffee

Hier rate ich dir, dein Google-Profil vollständig auszufüllen und regelmäßig zu aktualisierten. So stellst du sicher, dass z.B. deine Geschäftsinformationen immer korrekt und auf dem neuesten Stand sind und du guten Content erstellst, was das Vertrauen der Nutzer stärkt.

Ein optimiertes Google My Business Profil für ein Restaurant z.B. umfasst etwa folgende Elemente:
  • Vollständige Information: Der Name des Restaurants, die Adresse, die Öffnungszeiten und eine Telefonnummer sind klar angegeben.
  • Hochwertige Bilder: Professionelle Fotos des Restaurants, der Speisen und des Teams geben einen Einblick in die Atmosphäre und die Servierkunst.
  • Regelmäßige Posts: Ankündigungen über spezielle Menüs, saisonale Angebote oder bevorstehende Events wie z.B. Weinverkostungen oder Live-Musikabende.
  • Aktives Reaktionsverhalten: Das Restaurantmanagement reagiert zeitnah auf alle Kundenbewertungen, bedankt sich bei positivem Feedback und bietet bei Kritik sofort eine individuelle Lösung an.
  • FAQ-Bereich: Antworten auf häufig gestellte Fragen, beispielsweise ob vegetarische oder vegane Optionen vorhanden sind, Infos zur Parkplatzsituation, und ob Haustiere erlaubt sind.
  • Spezielle Attribute: Angaben zum Restaurant wie „Außenbestuhlung vorhanden“, „vegane Optionen“, und „kostenloses WLAN“.
    Online-Reservierung: Eine direkte Verlinkung, über die Gäste sofort einen Tisch reservieren können, erleichtert ihnen die Zeitplanung und – für jeden Restaurantbesitzer ganz wichtig – steigert ihre Kundenzufriedenheit.

4. Social Media aktiv und effektiv nutzen

Ein Beispiel für die effektive Nutzung von Social Media als Ersatz für eine Google Website könnte das Restaurant „Zur blauen Gans“ in Berlin sein.

Instagram Profil Zur blauen Gans in Berlin
Instagram Profil Zur blauen Gans in Berlin

Mit Instagram und Facebook betreibt das Restaurant eine aktive Online-Präsenz, indem es täglich ansprechende Fotos von kulinarischen Kreationen und kurze Videos hinter den Kulissen postet. Diese Beiträge haben z.B. relevante Hashtags, die auf lokale Ereignisse, saisonale Zutaten oder besondere Angebote hinweisen. Zudem nutzt „Zur blauen Gans“ die Story-Funktion, um tägliche Specials oder bevorstehende Veranstaltungen wie etwa ein Wein- und Essen-Pairing-Event anzukündigen. Kunden können direkt über die Social Media Plattformen Tische reservieren oder Fragen stellen, was eine schnelle und interaktive Kommunikation ermöglicht.
Das Team des Restaurants macht hier alles richtig. Durch die geplanten Social Media Aktivitäten schafft das Restaurant eine starke digitale Präsenz, erhöht seine Sichtbarkeit in der Community und fördert die Kundenbindung.

5. Professionellen Webdesigner oder Webagentur beauftragen

Solltest du nicht die Zeit und Muße oder Lust und Kreativität haben, dich selbst um den Aufbau deiner Website zu kümmern, kannst du die Gestaltung letztendlich einem professionellen Webdesign-Freelancer oder einer Agentur überlassen. Dies bringt dir in der Regel individuellen Service und maßgeschneiderte Lösungen für dein Vorhaben. Dabei solltest du bei der Entscheidung einige Punkte beachten – darüber habe ich in meinem Beitrag über Webdesign Freelancer und Agenturen geschrieben.

Fazit

Du siehst, der Abschied von Google My Business Websites bietet dir als Unternehmer auch eine Chance, dein Marketing selbst in die Hand zu nehmen und neue Möglichkeiten auszuprobieren. Unabhängig davon, ob du einen Website-Baukasten nutzt, ein CMS in Eigenregie bedienst oder einen Fachmann engagierst, auf Social Media aktiv bist – entscheiden ist, dass du dich proaktiv um die Zukunft deiner Online-Präsenz kümmerst. Denn die Regel ist: Wenn du es nicht für deine Sichtbarkeit tust, tut es jemand anders für seine Sichtbarkeit.

Mit einer Online-Marketing-Strategie kannst du als Unternehmer sicherstellen, dass deine Webseite zum Ankerpunkt im digitalen Marketingmeer wird, über den Besucher dein Geschäft finden, sich von deinem Angebot begeistern lassen und zu deinen treuen Kunden werden.

Foto: unsplash @krakenimages

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